Projekt Streuobstwiese Oberursel

Der Natur eine Stimme geben


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Streuobstwiesen werden immer seltener und viele verwildern einfach, weil sich niemand um sie kümmert - dabei gehen wertvolle Lebensräume und auch die Sortenvielfalt unseres Obstes zunehmend verloren.

NABU-Mitglieder aus Oberursel haben Ende 2016 einen Arbeitskreis gegründet, um die Pflege einer Streuobstwiese mit etwa 15 Apfel- und anderen Obstbäumen zu übernehmen. Sie setzen sich so für den Erhalt von Lebensräumen für Vögel, Igel, Insekten und Co ein.

Im Juni 2021 hat sich der Oberurseler Arbeitskreis dem NABU Wehrheim angeschlossen.



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Wir suchen noch engagierte Naturfreunde, die sich tatkräftig für die Pflege der Obstbäume und die Schaffung bzw. den Erhalt von Lebensräumen für Flora und Fauna einsetzen.

Unsere Arbeitseinsätze finden in der Regel an jedem 3. Samstag im Monat von 10-12 Uhr statt.

Kontakt: Jana Kunzmann
Tel. 0176-51 20 04 63
jaku.nabu.hg@gmail.com


Kleine Berichte und Bilder unserer Treffen


Arbeitseinsatz Februar 2022

Wir haben eine Weide geschnitten, um ihr zu neuer Vitalität zu verhelfen. Aus dem angefallenen Holz und den Ästen wurde eine neue Totholzhecke angelegt und damit eine weitere Struktur auf dem Gelände geschaffen. Ein Nistkasten, der sich an der Weide befand, wurde umgehängt. Desweiteren haben wir den Baumschutz um einen Apfelbaum fertiggestellt, eine Apfelbaum geschnitten und Brombeeren entfernt. Nach getaner Arbeit gab es selbstgekelterten Apfelsaft.


Arbeitseinsatz Januar 2022

Bei nebelnassem Wetter haben wir einen Baumschutz fertiggestellt und Brombeeren entfernt. Außerdem wurden einige Obstbäume beschnitten.


Arbeitseinsatz im Dezember 2021

Wir haben einen Apfel- und einen Birnbaum geschnitten sowie Brombeeren entfernt.


Arbeitseinsatz im November 2021

Als Ersatz für die abgestorbenen beiden Obstbäume haben wir eine Rote Sternrenette und eine Goldparmäne gepflanzt. Sie wurden gleich umbaut, damit die Schafe keinen Schaden anrichten können. Außerdem wurde der Wasserbehälter geleert und am Eingang Blumenzwiebeln gesetzt.


Baumpflanzaktion Oktober 2021

Sechs von uns haben gemeinsam mit vielen anderen Oberurseler Bürgern, Freiwilligen aus ganz Deutschland und Forstleuten an der Baumpflanzaktion des Bergwaldprojektes e. V. teilgenommen. Auf einem Waldstück in der Nähe der Emminghaushütte wurden Eichen, Linden, Bergahorne, Weißtannen, Hainbuchen, Wildkirschen und Eiben gepflanzt. Nach einer ausführlichen fachlichen Anleitung und ausgestattet mit Wiedehopf und Bäumchen ging es in Kleingruppen los. Mittags gab es eine ordentliche Stärkung und danach wurde bis zum Nachmittag weiter gearbeitet.


Arbeitseinsatz im Oktober 2021

Wir haben zwei abgestorbene Birnbäume entfernt sowie Apfelbäume von Wassertrieben befreit. Beobachtet von unseren vierbeinigen Freunden wurde außerdem der Grasbewuchs um die jungen Bäume und Sträucher herum entfernt sowie die Nistkästen kontrolliert und gesäubert.


Apfelkelteraktion am 25.09.2021

Apfelkelteraktion – bei schönstem Herbstwetter ernten wir 15 Säcke Äpfel. Nach getaner Arbeit sitzen wir noch zusammen, um anschließend die Früchte zum Bauer Burkard in Oberursel zum Keltern zu bringen. Innerhalb einer halben Stunde entstehen 258 l Oberurseler Bioapfelsaft.


Arbeitseinsatz im August 2021

Eine abgestorbene Weide ist auf einen Weißdorn gestürzt. Wir schneiden diesen wieder frei und verwenden die Äste für den Weiterbau der Totholzhecke. Die Schafe sind wieder da und haben viel Futter auf der Wiese.
Außerdem konnten wir eine Wespenspinne entdecken.


Artenvielfalt am 17.07.2021

Die Artenvielfalt auf der Streuobstwiese hat sich erhöht. Es gibt mehr Blühpflanzen und Insekten.
Auf den Bildern sieht man:
1.) Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) an Odermennig
2.) Moschusmalve mit Wildbiene
3.) Schwarzrückige Gemüsewanze oder Schmuckwanze (Eurydema ornata) mit gelber Farbmorphe
4.) Rote Weichkäfer (Rhagonycha fulva) an Rainfarn
5.) Trauer-Rosenkäfer und Ackerhummel
6.) Steinhummel (Bombus lapidarius) an der Insektennistwand


Arbeitseinsatz im Juni: 12.06.2021

Wir haben die jungen Pflanzen von Bewuchs befreit und einige Reparaturen durchgeführt. Die Schafe hatten die Wiese bereits ordentlich abgegrast und ließen sich von uns nicht stören.


Winter 2020/21

Dieser Winter hat bereits für viel Regen, aber auch für Schnee und Kälte gesorgt. Auf der Wiese kann man viele Tierspuren, insbesondere von den gefiederten Freunden entdecken, welche die Futterstationen zahlreich aufsuchen.

Bis zum 28. Februar werden wir noch einigen Obstbäumen einen Erhaltungs-/ Verjüngungsschnitt geben können. Danach gilt die Schutzzeit vom 1. März bis zum 30. September nach § 39 BundesNaturschutzgesetz.


Novemberimpressionen: 15.11.2020

Die Nistkästenreinigung zeigte eine Belegung von ca. 2/3 aller Nistkästen.


Treffen im September: 17.09.2020

Bei Kaffee und Kuchen konnten wir den schönen Septembernachmittag genießen. Anschließend wurde geerntet. 2020 trugen die Birnbäume auf der Streuobstwiese sehr viele Früchte. Äpfel gab es kaum.

Zunehmend sieht man, dass die trockenen und heißen Witterungsperioden der letzten Jahre für Stress bei den Bäumen sorgt: die Verkahlung / das Absterben ganzer Baumbereiche (Birken, Eberesche, Weide, Obstbäume) und die Abnahme der Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen. Damit verbunden ist ein höherer Pflegeaufwand und die Notwendigkeit des Ersatzes von Pflanzen, die nicht mehr zu retten sind.

Ein weiteres Phänomen konnten wir auch beobachten: An einem Apfelbaum waren gleichzeitig Äpfel und neue Blüten zu sehen. Dieser "zweite" Frühling ist auch auf den Klimawandel zurückzuführen. Der Baum kommt aus dem Takt, da er zur Trockenheitsbewältigung vorzeitig Blätter abwirft und anschließend, nachdem es wieder Niederschläge gegeben hat, neu austreibt. Die "Regelmäßigkeit" mit der extreme Witterungsperioden mittlerweile auftreten, kostet die Pflanzen viel Energie, stresst sie und macht sie krank.


Arbeitseinsatz im August: 22.08.2020

Aufgrund der Niederschläge der letzten Wochen hat sich die Wiese erholt. Die Schafe haben gut gefressen und sind nun auf einem anderen Grundstück. Mit Maschineneinsatz und per Hand haben wir "nachgearbeitet".


Arbeitseinsatz im Juli: 25.07.2020

Am Tag zuvor hat der Schäfer seine Tiere auf die Streuobstwiese gebracht. Sie suchten den Schatten unter den Bäumen auf. Der Boden ist bereits wieder extrem trocken, daher ist das regelmäßige Gießen der jungen Pflanzen weiterhin erforderlich. Wie auf den Fotos zu sehen, leiden u. a. die Birken, Ebereschen und Weiden am Wassermangel. Einzig den Brombeeren scheint der ausbleibende Regen nichts auszumachen.

Mit Hacke und allen zur Verfügung stehenden Schneidwerkzeugen rückten wir ihnen zu Leibe, da sie sonst in kürzester Zeit die gesamte Wiese "erobern" würden und andere Pflanzen kaum noch eine Chance hätten. Außerdem wurden die Steinhaufen von aufkommendem Bewuchs befreit. Die Apfelernte wird 2020 eher dürftig ausfallen, aber die Birn- und Mirabellenbäume tragen reichlich Früchte.


Arbeitseinsatz im Juni: 20.06.2020

Es kann wieder losgehen. Mit entsprechendem Abstand haben wir zu sechst einige Arbeiten durchgeführt: Entfernung von Brombeeren, Gießen, Entfernung abgebrochener Äste, Dokumentation von Blühpflanzen.

Wir haben u. a. gefunden: Großer Wiesenknopf, Kuckucks-Lichtnelke, Kleinblütiges Weidenröschen, Wilde Karde, Schlitzblättriger Storchschnabel